Kölner Haie

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  • Vereinsdaten
  • Gründung:
    10. August 1972
  • Mitglieder:
    über 20 000
  • Eishalle:
    Kölnarena (18.500)
  • Vereinsfarben:
    Rot-Weiß
  • Maskottchen:
    Sharky
  • Spielklasse:
    1. Eishockey-Bundesliga
  • Adresse
  • Kölner Eishockey Gesellschaft "Die Haie" mbH
  • Gummersbacher Strasse 4
  • 50679 Köln (Deutz)
  • Tel: 0221 27950
  • Fax: 0221 279550
  • Online: www.haie.de
  • Verwaltung
  • Geschäftsführer:
    Thomas Eichin
    Heinz Hermann Göttsch
  • Prokurist:
    Bernd Meikis
  • Trainer:
    Doug Mason
  • Assistenztrainer:
    Clayton Beddoes
  • Erfolge
  • Deutscher Meister:
    1977, 1979, 1984, 1986, 1987, 1988, 1995, 2002
  • DEB-Pokal-Sieger:
    2004
  • Spengler Cup-Gewinner:
    1999

Die Kölner Haie gehören seit rund drei Jahrzehnten zur absoluten Spitze im deutschen Eishockey. Seit der Gründung im Jahre 1972 liefen schon viele nationale und internationale Stars für die Haie auf. Man gewann acht mal die Deutsche Meisterschaft und ist auch heute noch, jedes Jahr ein Mitfavorit auf den begehrten Meisterschafts-Titel.

Die Heimspiele der Haie werden in Deutschlands größter Veranstaltungshalle, der Kölnarena in Köln-Deutz ausgetragen. Mit einem Zuschauerschnitt von über 12.000 Besuchern pro Spiel, ist man absoluter Spitzenreiter im deutschen Eishockey. Jedes Spiel der Haie ist ein absolutes Highlite und jeder Kölner sollte einmal dabei gewesen sein, wenn Stars wie Mirko Lüdemann oder Bill Lindsay unter Kommando von Trainer Doug Mason über das Eis fegen.

Geschichte

Bis zum Jahre 1972 regierte der Kölner Eis-Klub den Kölner Eishockeysport. Der KEK regierte allerdings wirklich nur in Köln, denn außer einem Jahr (1969) in der Eishockey-Bundesliga, spielte man ausschließlich in der Oberliga. Neben Eishockey wurde auch Eiskunstlauf, Eistanz und Eisschnelllauf im KEK praktiziert. Da die Anhänger dieser Sportarten das Sagen im Club hatten, war es nicht verwunderlich, dass der Erfolg in Sachen Eishockey ausblieb und es 1972 schließlich zu einer Revolte kam.

So kam es letztendlich, dass sich die Eishockeysparte vom KEK trennte und im Sommer 1972 der Kölner Eishockey Club "Die Haie" e.V. gegründet wurde. Seitens der Stadt Köln gab es allerdings immer wieder Widerstände gegen die "Eishockey-Revoluzzer", als diese allerdings halbwegs ausgeräumt waren, ging es endlich richtig los in Sachen Eishockey.

Innerhalb kürzester Zeit wurde aus dem durchschnittlichen Oberligateam ein Ensemble geformt, das Topfavorit für den Aufstieg war. Zu verdanken war dies vor allem Günter Peters, der sich um die Transfers kümmerte und eigens nach Kanada reiste um von dort zwei junge Stürmer an den Rhein zu holen. Trainer Ondrej Bendik formte aus den vielen Individualisten ein Team und am 25. März 1973 standen die Kölner nach einem furiosen 16:1 gegen den EV Mittenwald als Aufsteiger fest.

In der darauf folgenden Saison gab es nur ein Ziel - den Klassenerhalt. Von den Experten war Köln zum Abstiegskandidat Nummer 1 erklrt worden. Dementsprechend verlief auch der Saisonauftakt, denn Köln konnte erst am fünften Spieltag die ersten Punkte einfahren. Es sollte eine holprige Saison werden, doch am Ende konnte man mit einem 6:4 gegen den EV Landshut den Klassenerhalt perfekt machen.

Nach der Saison, die viele Kölner wöchentlich zum Zittern brachte, gab es von der Vereinsseite ein "hochheiliges" Versprechen. Man versprach nie mehr in eine so kritische Situation zu kommen. Das Versprechen sollte sich bewahrheiten, denn seit dem hatten die Haie nie mehr etwas mit dem Abstieg zu tun.

In der Saison 76/77 war es dann endlich soweit, die Kölner Haie wurden zum ersten mal Deutscher Eishockey-Meister. Beträchtlichen Anteil daran hatte der neue Präsident Dr. Jochen Erlemann. Dieser konnte durch spektakuläre Transfers (Superstar Erich Kühnhackl kam für 600 000 DM aus Landshut) das Team verstärken und den KEC aus einer großen Finanzkrise befreien.

Zwei Jahre später folgte die nächste Meisterschaft, allerdings war dies auch die letzte Saison von Präsident Erlemann, der daraufhin seinen Rücktritt bekannt gab. In der Saison 80/81 kam es zu einem tiefen Einschnitt in der KEC Erfolgsstory. Grund dafür war der so genannte "Passfälscher-Skandal". Die Papiere der drei Deutsch-Kanadier: Mike Ford, Kevin Nagel und Chuck Aranson waren nicht in Ordnung und so kam es, dass den Haien am Ende der Saison 22 Punkte abgezogen wurden und man sich in der Abstiegsrunde wieder fand. Die Katastrophe des Abstiegs konnte allerdings verhindert werden und die glorreiche Zeit mitte der 80' wurde eingeläutet.

Die Erfolgsstory begann unter Trainer Jozef "Joschi" Golonka, der aus dem zerfallenen Kader wieder eine schlagkräftige Truppe formte und in der Saison 84/85 verdient Meister wurde. Mit der Verpflichtung von Hardy Nilsson als Trainer, dem "eiskalten" Schweden, der 1979 noch für die Haie als Mittelstürmer spielte, gelang der ganz große Coup. Denn ihm gelang es mit den Haien drei Meisterschaften in Folge zu holen (85/86, 86/87, 87/88).

Nach den erfolgreichen Achtzigern folgten einige magere Jahre und man konnte bis heute nicht so ganz an die glorreichen Zeiten anknüpfen. Jedoch überstand man Anfang der 90' eine große Wirtschaftskrise und konnte noch zwei Meisterschaften, in den Jahren 1995 und 2002 für sich verbuchen.