Kölner Dom

    Foto vom Kölner Dom

  • Adresse
  • Kölner Dom
  • Domkloster 4
  • 50667 Köln
  • Online:
    www.koelnerdom.de
  • Öffnungszeiten
  • Montag - Sonntag
    06:00 Uhr - 19:30 Uhr
  • Informationen
  • Der Kölner Dom ist eine katholische Kirche. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung des Domes nicht möglich.

Der Kölner Dom ist wohl mit Abstand die bekannteste Sehenswürdigkeit in Köln. Er ist das Wahrzeichen von Köln, sowie der Mittelpunkt der Stadt. Der Domplatz ist beliebter Aufenthaltsort von Jugendlichen und besonders Skateboardern, die dort täglich neue Stunts üben, sowie Einkaufsbummler, die eine kurze Rast nach dem Einkauf machen.

Mit einer Größe von 156 Metern ist er nach dem Ulmer Münster die zweithöchste Kirche in Deutschland.

Der Platz an dem heute der Kölner Dom steht, war schon seit der spätrömischen Zeit ein Treffpunkt für die Christen in Köln. Die erste Kirche an diesem Platz, von der das Aussehen bekannt ist, war der karolingische Dom. Der Dom wurde im Jahre 873 geweiht und stellte schon damals ein Vorbild für viele in seiner Zeit entstandene Kirchen in Europa dar.

Im Jahre 1164 brachte Erzbischof Rainald von Dassel die Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln. Schlagartig änderte sich das Ansehen des Doms, denn er war von nun an nicht mehr nur Amtskirche des Kölner Erzbischofs, sondern eine der bedeutendsten Wahlfahrtskirchen Europas.

Die Kölner waren sich einig, dass nun eine andere architektonische Form für den Dom notwendig war. Sie entschlossen sich für einen monumentalen Neubau im Stil der französischen Gotik. Der Dom musste nun Stück für Stück abgerissen werden. Bei dem Versuch den Ostchor mit Brandabbruch niederzulegen, brannte jedoch im Jahre 1248 der gesamte Dom nieder.

Schon im gleichen Jahr begann man mit dem gotischen Wiederaufbau des Doms. 1322 wurde der neue Chor eingeweiht. Vor dem Weiterbau wurde der Dom reich ausgestattet, unter anderem mit wertvollen Kunstwerken, die schon im alten Dom vorhanden waren. Dazu gehörten zum Beispiel das Gero-Kreuz, sowie der Schrein der Heiligen Drei Könige. Bis ca. 1530 wurde am Dom weitergebaut, bis der Bau aufgrund von Geldmangel und Desinteresse gestoppt wurde. Der Bau blieb äußerlich eine Baustelle und der große Baukran auf dem unvollständigen Südturm bestimmte 300 Jahre lang die Silhouette der Stadt.

Im Jahre 1794 zogen die napoleonischen Revolutionstruppen in Köln ein. Diesen diente der Dom viele Jahre als Lagerraum und Pferdestall. Sieben Jahre später wurde der Dom wieder zum Gotteshaus geweiht. In der Zeit als der Dom entweiht war, wuchs die Liebe und Begeisterung der Kölner wieder enorm für den Dom. Erst nach mehr als 300 Jahren, im Jahre 1842, wurde mit dem Weiterbau des Doms begonnen. Beim Weiterbau hielt man sich strikt an die mittelalterlichen Baupläne, jedoch wurde die mondernste Bautechnik angewandt.

Nach über 600 Jahren wurde 1880 der Dom fertig gestellt. Für acht Jahre war er nun mit 156,5 Metern das höchste Gebäude der Welt. Verbaut wurden bis dahin rund 300 000 Tonnen Stein.

Im 2. Weltkrieg wurde der Dom von 14 Fliegerbomben getroffen. Auch diese Zeit überstand der Dom, jedoch folgten viele Jahre der Wiederherstellung. Heute gibt es noch verbliebene Schäden aus dem 2. Weltkrieg, welche noch nicht behoben wurden. Allein durch die Witterung entstehen immer wieder neue Schäden, welche den Dom zu einer ewigen Baustelle werden lassen.