Geschichte

  • Geschichte - Chronik
  • 50: Römische Kaiserin Agrippina ließ Köln zur Stadt erheben.
  • 50 - 70: Erbauung der Stadtmauer.
  • 80: Errichtung der Eifelwasserleitung.
  • 89: Hauptstadt der Provinz Niedergermanien.
  • 455 - 508: Hauptstadt des Königreichs der ripuarischen Franken.
  • 508 - 751: Eingliederung der Stadt in das Merowingerrecht durch Clodwig.
  • Kölner Geschichte

  • 881: Großer Überfall auf Köln durch die Normanen.
  • ab 10. Jhd.: Beginn der Stiftungsgründungen und darauf folgender Baubeginn romanischer Kirchen in Köln.
  • 26.06.1164: Empfang der Gebeine der heiligen drei Könige durch Erzbischof Reinald von Dassel.
  • 1180 - 1225: Erbauung der weiträumigsten Stadtmauer Deutschlands.
  • ab 12.Jhd.: Köln erhält die Bezeichnung „Sancta” in seinem Stadtnamen.
  • 1248: Grundsteinlegung des Kölner Doms durch Erzbischof Konrad on Hochstaden.
  • 1259: Köln erhält das Stapelrecht.
  • Holzschnitt Anton von Worms

  • 1288: Schlacht von Worringen.
  • 1475: Erhebung Kölns zur freien Reichsstadt durch Kaiser Friedrich III.
  • 1500: Köln gehört zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis.
  • 1560: Die Bauarbeiten des Kölner Doms wurden eingestellt.
  • 14 / 15 Jhd.: Köln wurde mit 40.000 Einwohnern zur größten deutschen Stadt.
  • 1618 - 1638: Dreißigjährige Krieg, wobei Köln durch Geldzahlungen unversehrt blieb.
  • 1794 - 1814: Köln steht unter französischer Herrschaft.
  • 06.10.1974: Französische Revolutionstruppen ziehen in die Stadt ein.
  • 09.06.1802: Aufhebung der Klöster und Stifte.
  • 1814: Preußische Truppen drangen in die Stadt vor.
  • 1815: Köln und das katholische Rheinland gehören zum protestantischen Königreich Preußen.
  • 1880: Bau des Kölner Doms wird nach 632 Jahren abgeschlossen.
  • Ende 19.Jhd.: Sprengung der Stadtmauer aufgrund der Industrialisierung.
  • 18.09.1917: Konrad Adenauer wurde auf 12 Jahre zum Oberbürgermeister gewählt.
  • 1919 - 1932: Einflüsse Adenauers in der Weimarer Republik (Neueröffnung der Kölner Universität (1920), Bau des Müngersdorfer Stadion (1932), Errichtung des Messegeländes in Deutz (1924), Niederlassung der Fordwerke (1930)).
  • 12.03.1933: NSDAP wurde bei der Kommunalwahl zur stärksten Fraktion im Rat.
  • Köln 1945

  • 12.04.1945: Köln ist durch den zweiten Wellkrieg bis zu 90 Prozent zerstört wurden. Der rechtsrheinische Teil der Stadt Köln wird von den Amerikanern eingenommen.
  • 21.01.1945: Amerikanische Militärbesetzung wird von den Briten abgelöst.
  • 30.08.1965: Der restaurierte Dom wird aufgrund des Katholikentages wiedereröffnet.
  • 1959: Köln erreicht die Einwohnerzahl, die es vor dem Krieg zählen konnte.
  • 1962: Köln wird deutscher Fussballmeister.
  • 04.03.1974: Das Römisch-Germanischen Museum wird eröffnet.
  • 1975: Die Einwohnerzahl steigt auf eine Millionen.
  • 15.11.1980: Papst Johannes Paul II. besucht Köln.
  • 1986: Das neue Wallraf-Richartz-Museum, Museum Ludwig und die Philharmonie werden eröffnet.
  • 18.08.2005: Der neue deutsche Papst Benedikt XVI. besucht Köln aufgrund des 20. Weltjugendtages.
  • 01.06.2006 - 01.07.2006: Die FIFA WM 2006 findet unter anderem in Köln statt.

Köln gehört heute zu einer der ältesten deutschen Großstädte. Zur Römerzeit trug Köln jedoch einen anderen Namen. Die römische Kaiserin Agrippina gab der Stadt den Namen „Colonia Claudia Ara Agrippinesium“ (CCAA). Sie selbst war am Rhein geboren und Gattin von Kaiser Claudius. Im Jahre 50 n. Chr. ließ die Kaiserin „Agrippina Agrippinensis“ zur Stadt erheben, die zu einer Kolonie römischen Rechts ernannt wurde.

Die bis ins hohe Mittelalter bestehende Stadtmauer wurde darauf folgend ca. 50 – 70 n. Chr. erbaut. Im Laufe der Römerzeit wurde die Stadt zum Stadthaltersitz der Provinz Germania Inferior. In der Zeit um 80 n. Chr. wurde im damaligen römischen Köln eine Eifelwasserleitung, das zur damaligen Zeit längste römische Aquädukt überhaupt, errichtet. In der darauf folgenden Zeit wuchs die Stadt immer mehr und mehr an und wurde bereits 89 n. Chr. zur Hauptstadt der Provinz Niedergermanien.

Zu Beginn der Frankenzeit (455-911) wurde das römische Köln von den Franken eingenommen und wurde bis 508 zur Hauptstadt des Königreichs der ripuarischen Franken. In der Zeit von 508 bis 751 wurde das Königreich der Ripuarier durch Clodwig in das Merowingerrecht eingegliedert, nachdem Sigiberts Sohn ermordet wurde.

Während die Stadt weiter anwuchs wurde sie von größeren Überfällen heimgesucht. Ein großer Überfall auf Köln wurde durch die Normanen im Jahre 881 durchgeführt und die Stadt wurde fast komplett verwüstet.

Während der Zeit des Mittelalters (911-1475) wuchs Köln nicht nur zu einer Großstadt mit immer mehr Einwohner an, sondern auch zu einer christlichen Größe. So setzte ab dem 10. Jahrhundert eine Serie von Stiftungsgründungen ein, wodurch der romanische Kirchenbau in Köln seinen Einstand feiern konnte. Daraufhin erhielt Köln unter der Leitung und den Einfluss bedeutender und politisch gebildeter Erzbischöfe einen hohen und angesehenen Rang als geistliches Zentrum. Einer der Höhepunkte dieser religiösen Entwicklung der Stadt Köln war der Empfang der Gebeine der heiligen drei Könige. Die Überführung der Gebeine wurde am 26.06.1164 durch Erzbischof Reinald von Dassel vollzogen, wodurch er gleichzeitig eine Welle von Pilgern auslöste, die von weit her nach Köln anreisten. Somit wurde Köln im Laufe der Zeit zu einem Pilgerziel ersten Ranges.

Im Hochmittelalter wuchs Köln zur größten Stadt Deutschlands heran, wodurch die Stadtbefestigungen wegen des rasanten Wachstums mehrfach erweitert werden mussten. Als diese bereits im Jahre 1180 nicht mehr ausreichte, wurde bis zum Jahre 1225 die weiträumigste Stadtmauer Deutschlands erbaut. In die neue Stadtmauer wurden zudem zwölf riesige Torburgen eingebaut, die an das heilige Jerusalem erinnern sollten.

Ab dem 12. Jahrhundert erhielt Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom die Bezeichnung „Sancta“ in seinem Stadtnamen und wurde von da an „Sancta Colonia Die Gracia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia“ (Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter) genannt. Nachdem Köln einen dieser höchsten religiösen Ränge durch die römische Kirche erhalten hatte, lag der Beschluss nahe, ein unerreicht großes und beeindruckendes Gotteshaus zu errichten, damit die heiligen Reliquien einen angemessen Rahmen erhalten können. Die Grundsteinlegung des Kölner Doms ließ daraufhin nicht lange auf sich warten und geschah im Jahre 1248 durch den Erzbischof Konrad von Hochstaden.

Im Jahre 1259 erhielt Köln zudem das Stapelrecht, was zu einem Wohlstand vieler Kölner Bürger führte, da nun den Bürgern ein Vorverkaufsrecht auf alle auf dem Rhein transportierten Waren zugeteilt wurde.

In der Zwischenzeit kam es zu jahrelangen Kämpfen zwischen den Kölner Erzbischöfen und den Patriziern. Diese wurden jedoch im Jahre 1288 durch die Schlacht von Worringen vorläufig beendet, bei der das Heer des Erzbischofs gegen das des Grafen von Berg und den Kölner Bürgern unterlag. Daraus folgend entschied die Schlacht über die Macht am Niederrhein, da fortan die Stadt nicht mehr zum Erzstift gehörte und der Erzbischof sie nur noch aufgrund religiöser Handlungen betreten durfte. Die Folge war, dass die Kölner Bürgergemeinde eine Unabhängigkeit von den kirchlichen Stadtherren erreichte. Jedoch ließ die offizielle Erhebung Kölns zur freien Reichstadt noch auf sich warten und geschah erst ab 1475 durch Kaiser Friedrich III. Diesen Status als freie Reichstadt verlieh Friedrich der Stadt als Folge der Unterstützung im Neußer Krieg. Dieser neue Status stand jedoch im Schatten der Finanzen der Stadt, die durch den Krieg langfristig ruiniert wurden. Seit 1500 gehörte Köln dann auch zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis.

Im Jahre 1560 wurden die Bauarbeiten am Kölner Dom eingestellt. Der bis dahin unvollendete Südturm, der auf seinem Dach immer noch den Baukran trug, wurde für Jahrhunderte zum Wahrzeichen Kölns. Mit seinen 40.000 Einwohnern wurde Köln im Spätmittelalter (14/15 Jahrhundert) zur größten deutschen Stadt.

Als der dreißigjährige Krieg (1618 – 48) begann, wurden viele Städte in Europa zerstört. Köln war mitunter eine der einzigen Städte, die unversehrt blieben. Dies lag zum größten Teil daran, dass die Stadt durch Geldzahlungen an herannahenden Truppen sich vor Belagerungen und Eroberungen frei halten konnte. Des Weiteren war Köln eine sehr neutrale Stadt, die sich größtenteils von den kriegerischen Maßnahmen und Parteien distanzierte. Nebenbei gab es für die Stadt einen guten Nebeneffekt, sie konnte durch Waffenproduktion sowie Waffenhandel prächtig am Krieg mitverdienen. Jedoch war das die einzige positive Seite des Krieges, da die restliche wirtschaftliche Lage stark geschädigt wurde.

Eine weitere Wende erfolgte in der Geschichte Kölns, als die Stadt unter französischer Herrschaft stand (1794-1814). Am 06.10.1974 zogen Französische Revolutionstruppen in die Stadt ein. Die Folge war, dass die Verfassung, die im Jahre 1396 erstellt wurde, außer Kraft gesetzt wurde. Die Belagerung der Franzosen zeigte zwei Seiten. Zum einen beschlagnahmte sie systematisch die Kulturgüter der Stadt, wie Beispielsweise bekannte Gemälde oder Bücher. Zum anderen sorgten sie aber auch für mehr Sauberkeit und Sicherheit auf den Straßen. Die Franzosen nahmen aber auch großen Einfluss in religiösen Dingen. So wurde am 09.06.1802 die Aufhebung der Klöster und Stifte einberufen. Kurz danach folgte der Abriss vieler Kirchen, die zu unersetzlichen historischen Verlusten der heiligen Stadt führte. Zwei Jahre später wurde Napoleon begeistert in Köln empfangen, der dort den „Code Civil“ (Gesetzbuch) einführte, der bis zur Einführung des deutschen Gesetzbuches (1900) gültig war. Nach zwanzig jähriger Belagerung in Köln mussten die Franzosen sich wieder zurückziehen, als im Jahre 1814 preußische Truppen in die Stadt vordrangen. Somit wurde die Belagerung durch die Franzosen nicht nur prägend für die Stadt Köln, sondern für die ganze Deutsche Nation.

So führte die von Napoleon erzwungene Beendigung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen, die Neuordnung deutscher Fürstentümer zu größeren Territorien wie auch der spätere Befreiungskampf gegen Napoleon zu einem starken deutschen Nationalgefühl. Die Folge war, dass Preußen einen starken Aufstieg erlebte bis hin zum Deutschen Reich.

Seit dem Jahre 1815 gehörte Köln und das katholische Rheinland zum protestantischen Königreich Preußen und wurde einverleibt. Aus Schutz gegen eine französische Bedrohung wurde Köln von den Preußen zur Festungsstadt ausgebaut. Obwohl Köln, das fortan zu rheinischen Rheinprovinz gehörte, zu einen der größten Städte Deutschlands gehörte, war es nicht Hauptstadt der Provinz, sondern Koblenz. Jedoch wurde Köln im Laufe der folgenden Jahrzehnte neben Berlin zur größten und wichtigsten Stadt in ganz Preußen.

Ab 1880 erhielt Köln einen neuen religiösen Aufschwung durch den Bau des Kölner Doms, der nach 632 Jahren Bau abgeschlossen wurde. Dies blieb angesichts des folgenden zweiten Weltkriegs jedoch vorübergehend. Ende des 19. Jahrhunderts wurde aufgrund der Industrialisierung die Stadtmauer gesprengt. Dadurch waren die Grenzen nicht mehr vorhanden und die Besiedlung der „Neustadt“ (Köln-Neustadt, -Nord, -Süd) stellt den Kontakt zu den schnell wachsenden Gemeinden im Umland her, wodurch die Voraussetzung für eine Eingemeindung geschaffen wurde.

Am 18.September 1917 wurde Konrad Adenauer auf 12 Jahre zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. Somit war er einer der größten Einflüsse für die Stadt während der Zeit der Weimarer Republik (1919-1932). Seine Einflüsse waren kulturell, bildungspolitisch, aber auch von sportlicher Natur. Er veranlasste unter anderem die Neueröffnung der Kölner Universität (1920), den Grüngürtel, den Bau des Müngersdorfer Stadion (1923), die Errichtung des Messegeländes in Deutz (1924) und er beeinflusste die Niederlassung der Fordwerke (1930).

Auf die Weimarer Zeit folgte das Dritte Reich, dass nicht von der Stadt Köln verschont blieb. So wurde bei der Kommunalwahl am 12.03.1933 in Köln die NSDAP mit 39,6 % zur stärksten Fraktion im Rat. Am nächsten Tag floh der Oberbürgermeister frühmorgens aus der Stadt und die SS sowie die DS besetzten das Rathaus. Darauf folgend wurde Adenauer für abgesetzt erklärt.

Der Zweite Weltkrieg ging an der Stadt nicht so spurlos vorbei wie beispielsweise der Dreißigjährige Krieg. Die Stadt wurde durch Flächenbombardements zu über 90 % zerstört. Dem Krieg sind viele Menschen zum Opfer gefallen. So sank die Einwohnerzahl von ehemals 800.000 auf 40.000 Menschen ab. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde am 12.04.1945 der rechtsrheinische Teil der Stadt Köln von den Amerikaner eingenommen. Diese amerikanische Militärbesetzung wurde jedoch am 21.01.1945 von den Briten abgelöst.

Erst ab 1959 erreicht Köln wieder die Einwohnerzahl, die es vor dem Krieg zählen konnte. Im Jahre 1962 waren fast alle Niederschläge der Stadt vergessen, als Köln deutscher Fußball-Meister wurde.

1975 sprengte Köln die Millionenmarke der Einwohnerzahl durch die Gebietsreform. Somit gehörte Köln zur vierten Millionenstadt Deutschlands. Ein Jahr später sank die Einwohnerzahl jedoch wieder unter die Millionengrenze, da der Stadtteil Wesseling ausgegliedert wurde.

Bis heute ist die Einwohnerzahl wieder auf eine Million gestiegen und steigt stetig weiter. Köln gehört heute zur viert größten Stadt Deutschlands.